Der Sturm

Ein Sturm sich heut zusammenbraut,
der mit geballter Faust
an allem, was von uns erbaut,
mit seinen luft´gen Zähnen kaut
und die Natur zerzaust.

So fegt der Sturm durch jede Stadt
und keiner hält ihn auf!
Er ein Getös´, Gerase hat,
in seinem Stolz wird er nie satt
und setzt noch einen drauf.

Der Sturm hat Freude an dem Spiel
und nimmt sich alle Zeit.
Das Chaos ist sein einz´ges Ziel,
von Mäßigung hält er nicht viel.
Ihn kümmert niemand´s Leid.

Geht dann dem Sturm die Puste aus,
wagt alles sich ins Frei´.
Und jeder – ob nun Mann, ob Maus –
bestaunt vor Scheuer, Hof und Haus
das wilde Allerlei.

Katrin Kutsche (Januar 2006)
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s