Der Rentier-Schinder

Der Mann hat einen großen Sack, sein Mantel ist echt warm.
Nur sommers trägt er einen Frack und zeigt den starken Arm.
An Weihnachten hat er jedoch zum Feiern keine Zeit.
Jetzt säuft er Glühwein wie ein Loch und ist echt dauernd breit.
Sein Lieferjob kotzt ihn echt an, vom Fliegen wird ihm übel.
Sein Navi tut halt was es kann – er reihert in ´nen Kübel.

Bald gönnt er sich den kleinen Spaß den Kübel auszukippen.
Fall´n Bröckchen dann auf Opas Nas´, lacht er, hält sich die Rippen.
Nach jeder Landung torkelt er voll Grimm zum Schornstein hin.
Er schüttet, bis der Sack ganz leer und brummt: „Gut. Alles drin.“
Tja – was danach damit geschieht, ist ihm komplett egal.
Wenn alles vor dem Feuer flieht, grunzt er: „Bis nächstes Mal!“

Die Feuerwehr hört er nicht mehr, auch nicht den Gram der Kinder.
Er knallt die Peitsche, atmet schwer – der reinste Rentier-Schinder …

Katrin Kutsche (Dezember 2014)
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