Unterm Bett …

Die Wölfe heulen laut zum Mond,
die Geister sind verschwunden.
Manch Grab wird nun erneut bewohnt
von Leichen. Das Erkunden
der Oberwelt um Mitternacht,
der Spuk und aller Schrecken
sind aus. Schon hatte ich gedacht,
es lohne kein Verstecken.
Was lag ich zitternd unterm Bett,
leis´ lauschend jedem Laut,
Schweißüberströmt, steif wie ein Brett.
Kaum hab ich mich getraut
tief Luft zu hol´n, als meine Tür
Unheil verkündend knarrte,
sich Schritte näherten … ein Tier!
Ein Aug´, in das ich starrte!
Als „Buh!“ es haucht´ in mein Gesicht
heult´ ich erschrocken auf,
schlug mir den Kopf an,
es ward Licht.
Ich dachte mir nur: „Lauf!“
Doch eine Pranke packte mich,
zog mich am Bein – ich schrie.
„Das war es dann.“, so glaubte ich.
„Ein Werwolf! Aber, wie …?!“
Riskierte endlich einen Blick,
weil dieser hämisch lachte.
Der Werwolf war echt ziemlich dick …
Mein Mitbewohner dachte,
es zieme sich an Halloween
mich etwas zu erschrecken.
Noch habe ich ihm nicht verzieh´n
dies hinterhält´ge Necken!

Doch als Moral von der Geschicht´
rat´ ich euch hiermit nett:
Seid ihr betrunken, legt euch nicht
zum Schlafen unters Bett.

Katrin Kutsche (September 2015)
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s