Ode an den Rosenkohl

Rosenkohl, oh Rosenkohl …
Heute ist mir gar nicht wohl.
Fast flieg ich durch dich zum Mond,
mit Heckantrieb – wie ungewohnt!
Gestern noch war alles gut,
als ich dich schälte und die Glut
des Herdes unter dir entfachte,
um dich zu braten – sachte, sachte.

Ich stopfte dich in meinen Mund
und fühlte mich gleich kugelrund.
Nun sitze ich hier ganz allein.
Warum? Weshalb? Wie kann das sein?
Sind es die flüchtigen Gerüche
die nicht allein aus meiner Küche
in den weiten Raum entweichen?
„Leichen.“ denk ich ständig, „Leiiiichen.“

Habt keine Angst – kommt mich besuchen.
Bestechen kann ich euch mit Kuchen.
Auch schwöre ich bei Darm und Magen:
Die Fenster sind offen seit Tagen!

Katrin Kutsche (Januar 2016)
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