Die Perlen des Herrn Pinguin

Herr Pinguin in uns´rer Stadt
´nen Schlag bei reichen Ladys hat.
Er hat ein Händchen fürs Perlen polieren,
die junge, wie alte Damen so zieren.
Stundenlang ist er beschäftigt,
„Sorgfalt ist wichtig.“, wie er bekräftigt.
Stets ist seine Arbeit ta-del-los –
im Polieren ist der Mann im Frack ganz groß.

Wenn er sich dann aus dem Anzug schält,
die Brust muskulös, die Hände gestählt,
wird jeder Lady in der Nähe ganz warm.
Seufzend sinkt sie in seinen Arm.

Noch lebt er in Wien, Herr Pinguin, doch wird er in Bälde weiterziehn.
Die Welt, sie wartet – wie all die Frauen, die ihm ihre Perlen anvertrauen.

Herr Pinguin weiß was er tut,
denn was er tut, tut Damen gut.
Solch Kunstfertigkeit ist unglaublich selten.
Keine Lady hatte je Grund zum Schelten.
Ob feucht, ob trocken – mit Gefühl
poliert er sorgsam und mit Stil.
Sein Frack, der sitzt – die Technik auch.
Bis zum letzten lüsternen Atemhauch.

Wenn er sich dann aus dem Anzug schält
vor seiner Perle, die er erwählt,
wird jeder Dame in der Nähe ganz heiß.
Sie schmachtet nur leis´: „Er ist wert den Preis.“

Noch lebt er in Wien, Herr Pinguin, doch wird er in Bälde weiterziehn.
Die Welt, sie wartet – wie all die Frauen, die ihm ihre Perlen anvertrauen.

Katrin Kutsche (Oktober 2016)
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