Des Winters Grau

Der Winter zerrt dir am Gemüt,
beschwert dir Kopf und Glieder,
vernebelt dir das Augenlicht
und drückt dich stetig nieder.

Die Luft liegt nass auf deiner Haut,
verschleiert dir den Blick.
Du fühlst die Kälte selbst im Traum
und bangst um dein Geschick.

Steh auf – befrei´dich von dem Grau!
Geh los und bleib nicht stehen.
Die Welt hat Farben und auch du
kannst sie bald wieder sehen.

Katrin Kutsche (Januar 2016)

Hoch auf die Besinnlichkeit

Ach, wir eilen durch die Stadt!
Ein jeder seine Liste hat,
auf welcher tausend Sachen stehn.
Wir schauen, ohne was zu sehn.
Der ganze Stress … Wofür? Den Tand?
Ist das erwünscht? Ist das entspannt?

Dort schubst einer in der Schlange,
denn ihm dauert es zu lange,
während schon der nächste schimpft
und sogar die Nase rümpft.
Ist das jetzt nötig? Bringt das was?
Allen gehts so – warum der Hass?
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Unterm Bett …

Die Wölfe heulen laut zum Mond,
die Geister sind verschwunden.
Manch Grab wird nun erneut bewohnt
von Leichen. Das Erkunden
der Oberwelt um Mitternacht,
der Spuk und aller Schrecken
sind aus. Schon hatte ich gedacht,
es lohne kein Verstecken.
Was lag ich zitternd unterm Bett,
leis´ lauschend jedem Laut,
Schweißüberströmt, steif wie ein Brett.
Kaum hab ich mich getraut
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