Des Winters Grau

Der Winter zerrt dir am Gemüt,
beschwert dir Kopf und Glieder,
vernebelt dir das Augenlicht
und drückt dich stetig nieder.

Die Luft liegt nass auf deiner Haut,
verschleiert dir den Blick.
Du fühlst die Kälte selbst im Traum
und bangst um dein Geschick.

Steh auf – befrei´dich von dem Grau!
Geh los und bleib nicht stehen.
Die Welt hat Farben und auch du
kannst sie bald wieder sehen.

Katrin Kutsche (Januar 2016)
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Abschied im Herbst

Weh, wie wund wird mir ums Herz,
meine Augen laufen über.
All das Gold und Rot im Herbst
wird allmählich trüber.

Blume sich dem Schlafe neigt.
Auch mein Herz baut sich ein Nest.
In Federn, Gräsern und Gezweig
sich winters ruhen lässt.

Lauer Wind umarmt mich sacht.
Sonnenschein küsst meine Lider,
wünscht mir zärtlich gute Nacht.
Seh´n wir uns je wieder?

Katrin Kutsche (Oktober 2011)