Unsagbare Leiden und so …

Zwei Augen rot, sechs Finger wund,
versuchen wir nun Stund´ um Stund´
allein, zu zweit, in großer Rund´
die Hausarbeit zu schreiben.

Die Lüftung rauscht, die Taste klemmt.
Mit wildem Blick und ungekämmt,
wird laut geflucht und ungehemmt
verfolgt das wirre Treiben.

Ein kleines Wort, ein langer Satz
gejagt, erwischt nach irrer Hatz
ersehnt fast wie des Drachen Schatz,
stellt sich heraus als blöde.

Erbittert wird was stolz verfasst
gekürzt, bis endlich alles passt
und nach neun Nächten ohne Rast
klingt das dann furchtbar öde.

Im Kopfe wütet harscher Schmerz!
Ach, und Gewissheit trübt das Herz,
all diese Mühe sei ein Scherz:
nur ekliges Gewölle.

Drum sei vermerkt: die Hausarbeit,
als des Studenten größtes Leid,
verkörpert in Vollkommenheit
den Vorgarten zur Hölle.

August 2014

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